Kritik an zu hohen Wahlkampfkosten. Bürger würden Gelder anders investiere.

Die Wahlwiederholung des Bundespräsidenten sorgte für viel Ärger und Diskussion unter den Bürgern. Ein Grund der für viel Gesprächsstoff sorgte waren die Kosten für die Wahlwiederholung, die auf zehn bis zwölf Millionen 1hochgerechnet wurden.

Auch insgesamt bekamen die zwei Stichwahl-Kandidaten Norbert Hofer und Alexander van der Bellen insgesamt knapp dreizehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt um ihre Wahlkampagnen auszuführen, die sich mit der Wiederholung nun auf neun Monate belauft.

Die Kosten für die Stichwahl tragen Bund und Länder. Laut Innenminister Wolfgang Sobotka soll die Bundespräsidenten-Stichwahl mit den Gemeinden mit keinerlei finanzieller Belastung in Verbindung gebracht werden. Da die Fehler immerhin bei den Bezirkswahlbehörden passiert sind, ist dies nur fair.

Bei einer Befragung von 73 Personen ergab sich das Ergebnis, dass die Mehrheit mit dem neuen Wahlergebnis und Van der Bellen als Bundespräsident Österreichs zufrieden ist.

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Weiters ist es gesetzlich festgelegt dass Die Wahleinnahmen jeden Kandidaten eine Woche vor der Wahl veröffentlicht werden muss.
So führte Van der Bellen einen Wahlkampf mit Spendengelder in Höhe von 7,1 Millionen Euro.
Die Zahlen der Wahleinnahmen von Norbert Hofer wurden noch nicht öffentlich vorgelegt belaufen sich jedoch auf etwa 6 Millionen Euro.

wahlkampsspenden

Somit wurden rund 13 Millionen Euro für den Wahlkampf der sich über fast 9 Monate zog, ausgegeben. Von allen Seiten ertönte darüber scharfe Kritik. Viele Bürger sind der Meinung dass das, in den Wahlkampf investierte Geld, rausgeschmissenes Geld wäre, dass der Staat woanders dringender benötigt.
Der Überfluss an Plakaten, Flyer und anderen Kampagnenaktionen wurde bemängelt. Oft genannte Vorschläge für Investitionen in den Staat sind Bildung, Familie, Verkehr & Innovation und Pensionsvorsorge.

Ergebnisse einer öffentlichen Befragung, für was Bürger das Geld, dass für die Kampagnen der  Bundespräsidentenwahl ausgegeben wurde, verwenden würden.

investition

Oft wird mit der Aussage argumentiert, dass man die Kandidaten sowieso bereits kenne und sich schon längst ein eigenes Bild und Meinung gemacht hat und die Kampagnen der jeweiligen Konkurrenten nicht wahrnimmt.
Dazu kommt dass wir in einem digitalen Zeitalter genug Möglichkeit haben um uns gratis über das Internet zu informieren und die Wahlkämpfe genauso gut online ausgetragen werden könnten.
Und obwohl das ein sehr guter Punkt ist, trifft er nur auf einen Teil der Bevölkerung zu, da Internet-kampagnen hauptsächlich junges Publikum erreichen würde.

Man könnte jedoch auch einen Kompromiss eingehen und einen Teil der Gelder sparen und in anderweitige Dinge investieren um das Wohlergehen der Bürger und der Allgemeinheit zu fördern.

 

 

 

 

Kathi: Bundespräsidentenwahl in Österreich – Warum gehst du wählen?

Warum gehen die Österreicher wählen? Warum gehen Menschen überhaupt wählen?

Selber weiß man seine Gründe und denkt gar nicht groß darüber nach warum. Man geht einfach wählen. Was sind aber die Gründe der anderen? Eine Frage der ich auf den Grund gegangen bin. Ich habe Leute auf der Straße gefragt warum sie wählen gehen und bin auf eine Erkenntnis gekommen. Im Grunde gehen die meisten Leute aus demselben Grund wählen, egal ob Van der Bellen-Wähler oder Hofer-Wähler.

Seit 1907 gibt’s es das allgemeine Männerwahlrecht und seit 1919 das allgemeine Frauenwahlrecht. Im Jahr 1929 gab es eine Reform der Bundesverfassung und dadurch auch vom Wahlgesetz. Im selben Jahr wurde auch die Volkswahl des Bundespräsidenten eingeführt. Seit 2007 liegt das aktive Wahlalter bei 16 und das passive bei 18 Jahren. Die Bundespräsidentenwahl ist die Ausnahme, hier liegt das passive Wahlalter bei mindestens 35 Jahren.

1957 lag die Wahlbeteiligung bei der Bundespräsidentenwahl bei 97,2 Prozent, das ist die höchste in der Geschichte der ersten und zweiten Republik.
Bis 1982 bestand die allgemeine Wahlpflicht bei Bundespräsidentenwahlen in Österreich. Danach wurde diese nach und nach in allen Bundesländern abgeschafft. 2010 fanden die ersten Bundespräsidentenwahlen ohne Wahlpflicht statt.
Im selben Jahr gab es auch die Niedrigste Wahlbeteiligung bei Bundespräsidentenwahlen seit 1957.
Bei der diesjährigen Wahl ist die Wahlbeteiligung von Wahlgang zu Wahlgang gestiegen. Im ersten Wahlgang lag diese bei 68,5 Prozent und bei der Wahlwiederholung bei 74,2 Prozent. Im Vergleich zu 2010 ist das eine Steigung von 20,6 Prozent. Außerdem gab es bei dieser Wahl seit 1957 die erste Wahlanfechtung einer Bundespräsidentenwahl. Bei dieser Wahl gab es etliche Pannen und Probleme die mit Sicherheit eigentlich nicht so passieren hätten sollen.

Bundespräsidentenwahl 2010

Generell war die Bundespräsidentenwahl 2016 eine Wahl, welche sehr viele Menschen beschäftigt hat. Eine Wahl die sehr emotional und persönlich war. Eine Wahl die sicher lange in unseren Köpfen bleibt und auch in die Geschichte eingehen wird.