Online Trends unter der Lupe

Trends kommen und gehen und sind für gewöhnlich nur für kurze Zeit relevant. Wie in so vielen Bereichen gibt es auch in den Medien Trends und Hypes. Meistens entstehen diese jedoch aus, schon vorhanden Formaten und entwickeln sich dann weiter zu einem Trend. Facebook Artikel, Videos und Live-Streams sind drei Trends die in letzter Zeit besonders beliebt geworden sind.

F A C E B O O K – A R T I K E L:
Facebook hat mit Abstand die größte Reichweite von allen sozialen Netzwerken. Diese Reichweite wird tagtäglich mit Content konfrontiert. Zahlreiche Artikel, Videos, Bilder und Kommentare werden auf der Website veröffentlicht. Somit sind Facebook Artikel zu einem Hauptbestandteil unserer regelmäßigen Leselektüre geworden. Möchte man sich jedoch umfangreicher informieren und Wahrheitsgetreue Aussagen lesen so garantiert Facebook nicht für Qualität.

Vorteilhaft bei Content der auf Facebook geteilt wird ist natürlich, dass er die Möglichkeit hat sich extrem schnell zu verbreiten und in kürzester Zeit eine Reichweite zu generieren die auf anderen Wegen so schnell nicht machbar wäre. In anderen Worten hat er größere Chancen Viral zu werden.
Der Überfluss an Content erschwert jedoch das herausfiltern von Artikeln die irrelevant oder unangemessen sind. Nutzer werden mit Falschinformationen konfrontiert die mit reißerischen Titeln und Headern werben um mehr Klicks und somit auch Einnahmen zu generieren.

Eine weitere Problematik stellen die Werbeeinnahmen auf Facebook da. Die Platform gibt keinen Cent des eingenommenes Geldes von Werbeschaltungen an die Produzenten der Artikel ab. Dies macht es Medienunternehmen unmöglich sich ausschließlich mit Online Artikeln finanziell über Wasser zu halten.

V I D E O:
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – Ein Video sagt mehr als tausend Bilder.
Videos haben sich in den letzten Jahren zu einem der meist verwendeten Multimedia Format entwickelt. Auf Facebook findet man fast ausschließlich nur Videos. Sogar Live-Videos werden im Facebook Algorithmus als wichtiger eingestuft und deshalb als erstes in der Timeline angezeigt. Die Interaktionen mit dem Beitrag werden dadurch drastisch erhöht und Nutzern bleibt ein Videobeitrag eher in Erinnerung als ein Text oder ein Bild.

Der einzige Nachteil bei dieser Content Form ist, dass man eine stabile Internetverbindung benötigt und Zugang zur Audio aufbauen muss um das Video in voller Qualität genießen zu können. Auch die Produktion von einem Video ist aufwendiger als die eines Artikels der ausschließlich aus Bildern und Text besteht. Abgesehen von diesen Schwachpunkten ist ein Video die beste Art und Weise Informationen zu teilen.

Bei der Produktion von Videomaterial sollte man sich jedoch im vor hinein auch noch erkundigen welches Material man verwenden darf und für welches man Lizenzen oder eine Zustimmung braucht. Andernfalls könnte man Richtlinien oder Gesetzte verstoßen.
Durch die Einführung von Videoformaten online, haben sich Berichterstattungen verändert und anpassen müssen.

L I V E – V I D E O:
Live Videos wiederum sind sehr einfach und unaufwändig zu erstellen. Im Gegensatz zu normalen Videos können Zuschauer durch das kommentieren mit dem Videoproduzenten interagieren. Auf Facebook gibt es auch die Möglichkeit auf Live-Videos zusätzlich mit der Emotionen-Funktion zu reagieren und somit auf die Sekunde genau, die Stimmung preis zu geben.

Live Videos werden auch als allererstes in der Facebook Timeline angezeigt weil sie so schwer gewichtet sind. Hat man eine Facebook Seite abonniert, die gerade Live ein Video überträgt, so sieht man dieses Live-Video die ganze Nutzungszeit über rechts unten als verkleinertes Video um jederzeit darauf zugreifen zu können.
Das tolle bei dieser Art des „Sharings“ ist, dass es durch die Liveübertragung zu einem schnellen Informationsaustausch kommt und eine gewisse Transparenz vorhanden ist.
Sobald ein Live-stream jedoch beendet ist sinkt die Relevanz rapide ab und die Videos werden nur noch sehr selten ein zweites mal angeschaut.

Obwohl diese Trends momentan sehr beliebt sind ist es unsicher ob sie auch noch in einem Jahr genauso relevant sein werden.

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